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Die erste Garde des SV Zamdorf sichert im letzten Spiel der Saison aus eigener Kraft mit einem Sieg gegen den Meister SVN den Klassenerhalt. Zuvor kann die 2. Mannschaft in einem tollen direkten Finale gegen den TSV Ebersberg III den Aufstieg in die Kreisklasse klarmachen.

Lesen Sie hier die Eindrücke unserer Trainer (Florian Albrecht SVZ I und Max Krüger SVZ II), welche Peter Sigmund in einem kleinen Interview zusammengestellt hat.

 

Wie lautet euer Fazit für die Saison?
Albrecht: In vier Worten? "Ende gut, alles gut!", trifft es wahrscheinlich am besten. Letztlich war es für mich als Trainer, aber auch für die Spieler eine sehr lehrreiche Saison. Die Hinrunde lief deutlich besser als sie uns die meisten zugetraut hätten, gerade nach den vielen Abgängen und der dünnen Kaderdecke. Und in der Rückrunde haben wir uns vielleicht etwas von den guten Ergebnissen der Hinrunde und der Vorbereitung blenden lassen. Und dann traf uns die Realität hart und schmerzvoll. Aber Kompliment an die Mannschaft, die sich nach dem Tiefpunkt, der Niederlage gegen Grafing, aufgerappelt hat und wirklich ein Comeback gefeiert hat, was uns wiederum auch keiner zugetraut hat.

Krüger: In einem Wort zusammengefasst; Atemberaubend!
Zur Winterpause hatte uns keiner auf dem Schirm und am Ende steigen wir in die Kreisklasse auf. Ich denke wir haben jedem Kritiker oder Pessimisten gezeigt was für ein Potenzial in der Mannschaft und dem Verein steckt!


Was war das Highlight der abgelaufenen Spielzeit?
Albrecht: In dieser Saison ist so viel passiert, gibt’s da überhaupt das eine Highlight? Aber wenn du so fragst, fallen mir drei Spiele ein die mir spontan in den Sinn kommen. Das Spiel gegen Aschheim in der Hinrunde fand ich sehr überzeugend, aber auch die Vorbereitungs-Partie gegen Ampfing war von einer Intensität die mich sehr stolz gemacht hat. Und natürlich die Rettung, der Höhepunkt schlechthin. Nach einem Rückstand so zurückzukommen und quasi mit dem Schlusspfiff gegen den souveränen Meister den Sieg zu holen war aller Ehren wert.

Krüger: Da kann ich eigentlich keins hervorheben, wir hatten viele gute Spiele und viele Momente an die ich mich noch lange erinnern werde. Wie zum Beispiel das entscheidende Spiel in Ebersberg, die Spiele gegen Polonia, Akgüney Spor oder DJK Sportbund Ost. Aber natürlich auch die Erlebnisse abseits des Spielfelds, die Aufstiegsfeier(/-woche), Siegesfeiern nach den Spielen, Mannschaftabende oder das Trainingslager am Gardasee. Eigentlich war die gesamte Rückrunde ein Highlight!


Worauf seid ihr besonders stolz?
Albrecht: Ich habe es ja vorhin schon gesagt, wie die Mannschaft nach dem Grafing Spiel die Ärmel hochgekrempelt hat, hat mich sehr beeindruckt. Uns hatten nicht mehr viele auf der Rechnung, gerade gegen Stern und Neuperlach.

Krüger: Natürlich auf meine Mannschaft! Die Jungs haben viel gearbeitet, geschwitzt und geblutet, jedoch hat keiner von ihnen zurückgesteckt und alles für den Aufstieg gegeben. Man hat von Spiel zu Spiel gemerkt wie sie immer mehr eine Einheit geworden sind.

In welchem Bereich können sich Mannschaft und Verein noch verbessern?
Albrecht: Ich bin jetzt seit drei Jahren hier und ich finde es hat sich schon vieles verbessert. Zum einen das Verhältnis Erste und Talentschmiede ist richtig toll mittlerweile, es ist einfach wunderbar zu beobachten und vielleicht kommt es nicht von ungefähr, dass mit dem "Torhai" (Anm. der Red. Philipp Tuttlies), ein Spieler der zweiten, den Siegtreffer gegen Neuperlach erzielt hat. Auch sehr positiv hat sich die Jugendarbeit entwickelt. Wir haben wieder eine durchgehende Jugend und eine U19 mit vielen tollen Talenten und zwei Top-Trainern. Ziel soll es sein die U19 Spieler ab nächster Saison schon frühzeitig an den Herrenbereich heranzuführen, damit der Umstieg nicht zu heftig wird.
Die Mannschaft so wie sie jetzt ist, ist sehr talentiert und hat ein großes Potenzial, es steht jetzt an uns, Trainer und Spieler, dieses Talent und Potenzial auszunutzen. Das geht nur über harte Arbeit auf dem Platz und da muss der ein oder andere noch mehr bringen und wir müssen es rauskitzeln.

Krüger: Die Mannschaft kann sich (fußballerisch) in fast jedem Bereich noch verbessern, es steckt sehr viel Talent und Potenzial in jedem einzelnen Spieler, das gilt es jetzt herauszuholen.


Wie sehen bei euch die nächsten Wochen aus?
Albrecht: Nach der ganzen Feierei muss ich mich erstmal erholen, ich bin schließlich über 30 (lacht). Im Ernst ich nutze die Zeit intensiv um die Akkus wieder aufzuladen in dem ich viel mit meiner Frau und den Kindern unternehme. Die Saison hat mich wirklich geschlaucht. Fußball ist mir dann fast egal, aber spätestens in drei, vier Wochen geht’s dann an die Grob- und Feinplanung der Vorbereitung und dann geht’s ja bald wieder los. Aber wir führen auch Gespräche mit Spielern um die Mannschaft zu verstärken, ganz klar.

Krüger: Ich werde mich jetzt erstmal für ein paar Tage nach Bad Griesbach zum Golfen verabschieden und Energie für die neue Saison tanken.
Anschließend werde ich mit meinem Trainerkollegen (Franco Valea) die Trainingsinhalte für die Vorbereitung sowie das erste Halbjahr besprechen. Die Kaderplanung schreitet voran, wir werden sicherlich noch den einen oder anderen Neuzugang vermelden können.


Was sind die Ziele für nächste Saison?
Albrecht: Das wichtigste Ziel von allen lautet 30 Punkte und möglichst nicht am letzten Spieltag gegen den Tabellenführer. Jetzt muss ich dir kurz eine Anekdote vom Neuperlach Spiel erzählen, da kommt der Jul (Anm. d. Red. Julian Weber) nach dem Spiel zu mir und sagt "Du hast gesagt, wir brauchen 30 Punkte und die haben wir jetzt! Du hast nicht gesagt wann." Die Jungs sind völlig verrückt. (lacht)

Krüger: Wir wollen uns in der Kreisklasse etablieren und die Mannschaft auf ein neues Niveau im spielerischen Bereich bringen. Hauptaugenmerkt liegt natürlich am Ausbilden der Spieler für die 1. Mannschaft.
(Aufsteigen können wir ja nicht, solange meine Kollegen Albrecht/Stanglmeier nicht die BZL klarmachen)


Ein Wunsch für die kommende Saison, welcher wäre es?
Albrecht: Ich wünsche mir, dass wir Spiele mal früher entscheiden. Das schont meine Nerven und mein Herz. Ich habe aber vorgesorgt, falls mein Wunsch nicht in Erfüllung geht, ich bekomm jetzt vor jedem Spiel immer die Herztropfen vom Rudi (Anm. d. Red. 2. Vorstand), dann sollte es auch so gehen. (lacht)

Krüger: Rückkehr der 1. Mannschaft in die BZL.



Der SV Zamdorf ist der geilste Verein, weil…

Albrecht: ...hier viele tolle Menschen zum Wohle des Vereins an einem Strang ziehen.

Krüger: wir eine Familie sind!