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Zamdorf – Nachdem die Zamdorfer kurz vor Wechselfrist noch fünf Abgänge von Stützen wie Andreas Neumayer (FC Aschheim), Dominik Jost, Torwart Philipp von Wins, Josef Zander und dem Zamdorfer Urgestein Maximilian Zander (alle Forstinning) zu verkraften hatten, hieß das Motto der Vorbereitung für Trainer Florian Albrecht frei nach Rockefeller „I always tried to turn every disaster into an opportunity.“.

Viele neue Gesichter zeigten sich beim Trainingsauftakt der Zamdorfer im Juli, mit  Michael Huber (SV Erlbach), Markus Hierl, Felix Wiedmeyer (beide SC Bogenhausen) und Falk Schubert (TSV Ottobrunn) konnte man zwar vier Hochkaräter präsentierten, aber mit den langwierigen Verletzungen von Michael Huber und Kajetan Vorwalder brachen in der Summe zu viele Stammkräfte der über Jahre gewachsenen Zamdorfer Einheit weg. Dementsprechend verliefen die ersten Vorbereitungsspiele eher zäh. Von der Zamdorfer Kombinationssicherheit und Zweikampfstärke der letzten Saison war man gegen die Reserve des TSV Dachau 65 weit weg. Dem einen oder anderen Zuschauer tränten bereits die Augen beim Gedanken an die Saison nachdem man gegen Grüne Heide Ismaning mit 5:1 unterging. Aber im Spiel gegen den Kreisligaabsteiger Oberndorf zeigte eine „Mischmannschaft“ aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft bereits aufsteigende Form, auch wenn dies aufgrund der Rotation in der zweiten Hälfte 4:2 verloren ging. Gegen die TSG Pasing folgte ein souveränes 3:1. Positiv überraschend kam der klare 4:1 Sieg gegen die SpVgg Haidhausen.

Pokalzeit, ist nach der letzten Saison, eine besondere Spezialität des SV Zamdorf, als man nämlich überraschend ins Halbfinale einzog und dort unglücklich ausschied. Auch dieses Jahr präsentierte sich der SVZ wieder im Pokalmodus. Mit einem ungefährdeten 4:0 in Unterbiberg und einem klaren 5:0 beim Ligakonkurrenten TSV Waldtrudering macht die neu zusammengestellte Truppe des Trainergespanns Albrecht/Stanglmaier langsam wichtige Schritte in die richtige Richtung.

Trainer Florian Albrecht zeigt sich allerdings noch nicht ganz überzeugt und sieht noch viel ungenutztes Potenzial. Positiv überrascht ist er von den jungen Spielern aus der „Talentschmiede“ - wie die zweite Mannschaft von Trainerneuling Florian Hagl liebevoll in Zamdorf genannt wird. Hier konnten Spieler wie Marco Holzer, Peter Siegmund, Philipp Tuttlies, Roman Martin und Maximilian Lehmann mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen, so dass man aus der Not eine Tugend machen konnte.

„Gerade solche Geschichten zeigen die Durchlässigkeit und Geschlossenheit bei uns im Verein. Jeder mit Talent und dem entsprechenden Einsatzwillen bekommt bei uns die Chance sich für die „Erste“ zu empfehlen. Die Trainer tauschen sich da sehr intensiv aus und fördern die jungen Spieler.“, zeigt sich der 1. Vorstand Sebastian Birgel darüber begeistert.

Co-Trainer Robert Stanglmaier zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit der Vorbereitung „unter den Voraussetzungen, eh a Wunder das so gut la`ft.“, sprach's und mahnte an, dass es jedoch kein Grund für Selbstzufriedenheit sei.

So darf man gespannt sein, was die Zamdorfer „Wundertüte“ dieses Jahr beinhaltet. Letztes Jahr war es immerhin ein 2. Platz und viele spannende Spiele. Ob es wieder nach ganz oben reicht? Da ist man in Zamdorf realistisch genug, um das gelassen zusehen. Sicher ist, dass es wieder viele spannende Spiele im „Stadion an der Fritz-Lutz-Str.“ geben wird. Neugierig? Am 04.09.16, um 14:30 Uhr, steigt das erste Heimspiel gegen den SV Anzing.