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SV Zamdorf - SVN München II 1:0 (1:0)   Der SV Zamdorf ist erfolgreich in die Rückrunde der Kreisklassen-Saison gestartet. In einer zerfahrenen Partie setzte ich der SVZ knapp mit 1:0 durch.

Eines vorweg: Der SV Zamdorf ist ein bunter Verein, der für Toleranz, Offenheit und Respekt gegenüber anderen Mannschaften, der Hautfarbe, der Religion und Nationalität steht. Auch wenn es in einem Spiel härter oder ruppiger zur Sache geht und gewiss auch die eine oder andere Nettigkeit unter den Spielern ausgetauscht wird, ist ein gewisses Maß an Anstand und Würde stets zu bewahren. Das gilt auch für die Anhänger des SV Zamdorf. Daher sind das Verhalten und die Aussagen einiger Zuschauer beim Spiel gegen den SV Neuperlach II nicht akzeptabel. Wir als Verein distanzieren uns in aller Deutlichkeit von Beleidigungen jeglicher Art gegenüber gegnerischen Spielern oder Unterstützern und möchten uns bei Spielern und Unterstützern des SV Neuperlach II entschuldigen.

Aber nun zum Sportlichen. Nach der langen Winterpause erwartete die „Erste“ mit dem SV Neuperlach II einen unangenehmen Kontrahenten. Schon das Hinspiel endete nur knapp mit 1:0 für den SVZ. Doch der Entholzner-Truppe gelang bei stürmischen Bedingungen ein Auftakt nach Maß. Bereits in der dritten Spielminute nutzte Brüning-Wolter die erste Torchance des SVZ zur Führung. Nach einer Ecke traf er aus dem Gewühl heraus mit einem schönen Schuss ins lange Eck. Trotz der frühen Führung fand der SVZ nicht zu seiner gewohnten Kombinationsstärke, hatte aber durch Hierl (ans Lattenkreuz) und Jost (frei vor dem Keeper) zwei weitere hochkarätige Torchancen. Mit Rückenwind tat sich das Team besonders im Spiel nach vorne sehr schwer. Und das sollte auch nach dem Seitenwechsel so bleiben. Neuperlach versprühte keineswegs spielerischen Glanz, drängte den SV Zamdorf mit langen Bällen bei immer stärker werdendem Rückenwind aber zusehends tief in die eigene Hälfte. Und so entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der dem Schiedsrichter in der einen oder anderen Situation das Fingerspitzengefühl fehlte. Es wurde zusehends ruppiger und zerfahrener, wobei der SVZ weiter die besseren Gelegenheiten hatte. Kurz nach dem Seitenwechsel verpassten gleich zwei Spieler eine scharfe Hereingabe von Neumayer. Nach einem Eckball Mitte der zweiten Halbzeit dann die vermeintliche Entscheidung: Mit seinem ersten Ballkontakt beförderte Brandenburg den Ball nach einer Ecke regelkonform über die Torlinie. Doch nach einigen Diskussionen nahm der Referee den Treffer unerklärlicherweise zurück. Der SVZ sollte aber noch eine Möglichkeit haben, für die Vorentscheidung zu sorgen: Häusler scheiterte aber mit einem schwach geschossenen Elfmeter am Keeper des SVN II. Und so kam es fast, wie es kommen musste. Der SVN II kam in der Schlussphase noch einmal auf und hatte die Riesengelegenheit zum Ausgleich, doch Schneider lenkte einen Schuss mit einer Wahnsinns-Parade noch um den Torpfosten. Im Anschluss fielen die Gäste durch zwei Undiszipliniertheiten auf, was jeweils einen Platzverweis nach sich zog. Die Zamdorfer verstanden es aber nicht, die doppelte Überzahl auszunutzen und spielten weiter fahrig. In der hektischen Nachspielzeit holte sich Brandenburg nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte ab. Bis zum Abpfiff passierte dann nicht mehr viel.

So steht am Ende ein hart erkämpfter 1:0-Arbeitserfolg. Die drei Punkte sind im Kampf um den Aufstieg immens wichtig, die spielerische Leistung ist ausbaufähig. Im nächsten Spiel wartet nun eine sehr schwere Aufgabe auf die Zamdorfer. Gegen den Dritten Fortuna Unterhaching müssen Einsatz und Spielwitz passen, um Zählbares aus Haching mitzunehmen. Ein Erfolg wäre ein weiterer Meilenstein im Rennen um den Aufstieg. Eine Niederlage würde die Liga wieder sehr spannend machen.

Aufstellung SVZ: Schneider, Sarnes, Brüning-Wolter, Bösl, Bröckx, Stübinger, Forte, Neumayer, Magg, Hierl, Jost. Eingewechselt: Brandenburg, Maier, Häusler.