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SV Zamdorf II - TSV Ebersberg III 3:3 (2:2)   Ein würdiger Abschluss der Saison, aufgegliedert in ein Drama in fünf Akten…

 

Kapitel I: Die Abfahrt

Freitag, 2. Juni 2017, 16:30 Uhr:

Circa 40 Mann treffen sich am Gelände des SV Zamdorf, um gemeinsam den Weg nach Ebersberg auf sich zu nehmen. Es geht um nichts Geringeres als den Aufstieg in die Kreisklasse für die wackeren Männer der Talentschmiede des SVZ. Folgerichtig wurde ein Bus gemietet, um zusammen mit zahlreichen Fans und der 1. Mannschaft zum Spiel zu gelangen. Die Stimmung ist ausgelassen und die Freude aufs Spiel steht den Spielern ins Gesicht geschrieben.

Kapitel II: Ankunft in Ebersberg

Als man nach 45 minütiger Fahrt in Ebersberg ankommt, hat die Stimmung des halben Busses bereits einen Höhepunkt erreicht (das flüssige Gold mag geholfen haben). Während sich die Mannschaft auf das Spiel konzentriert, bespricht sich das Trainertrio um Krüger, Hagl und Valea ein letztes Mal, um auf jedes mögliche Szenario vorbereitet zu sein. Nachdem man sich aufgewärmt hatte folgt der Gang in die Kabine, die Stimmung wird ernster und jedem wird langsam bewusst, was ihn gleich erwarten wird. Eine letzte Ansprache der Trainer, die Emotionen kochen hoch und es geht auf Richtung Spielfeld…

Kapitel III: Das Spiel

Freitag: 2. Juni, 19:30 Uhr:

Wie berauscht von den Massen an Zuschauern und der klasse Stimmung rund um das Spielfeld ist von Nervosität bei der zamdorfer Mannschaft nichts zu spüren. Es werden purer Wille, gelungene Kombinationen und harte Zweikämpfe gezeigt. In der 10. Minute dann das erste Highlight des Spiels. Nachdem er kurz zuvor noch an der Latte gescheitert war, trifft Oliver Nagl nach Freistoß von Huber zum 1:0, das erste Mal explodiert die zamdorfer Fankurve. Allerdings kommt der starke Gegner nach einer Unachtsamkeit in der zamdorfer Hintermannschaft in der 19. Minute zum Ausgleich. Doch auch das wirft den SV Zamdorf nicht aus der Bahn, fünf Minuten später erzielt der „Torhai“ Tuttlies den erneuten Führungstreffer. Diesmal jedoch zeigt sich, dass die Spieler langsam begriffen um was es ging und deutlich nervöser wurden. Die letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit wurde vermehrt mit langen Bällen gearbeitet und Ebersberg kam noch vor der Pause zum 2:2 Ausgleich. Dies war jedoch immer noch ein Ergebnis, was für den zamdorfer Aufstieg reichen würde.

Mit viel Elan und Willen wollte man die zweite Halbzeit bestreiten und unbedingt ein weiteres Gegentor verhindern. Zwei Minuten später allerdings die kalte Dusche. Technisch hochwertig verwertet ein Ebersberger Stürmer den Ball und trifft aus 20 Metern zum 3:2. In diesem Moment wäre die Talentschmiede in der Tabelle hinter Ebersberg gerückt. Doch was diese Mannschaft schon die ganze Saison auszeichnet ist ihr unglaublicher Charakter. Bereits sieben Minuten später trifft erneut Nagl per strammen Schuss in den Winkel zum 3:3 Ausgleich. Spätestens jetzt ist jedem Spieler bewusst, heute ist diese Mannschaft nicht zu schlagen! Ebersberg warf die letzten 30 Minuten alles nach vorne, doch die Defensive war nicht mehr zu überwinden. Auch wenn die Minuten nicht vergehen wollten, was für ein Spiel, was für ein hohes Niveau für zwei A-Klassen Mannschaften…

Kapitel IV: Die Erlösung

Freitag, 2. Juni, 21 Uhr:

Abpfiff des Schiedsrichters, es ist geschafft! Der SV Zamdorf II steigt nach 15 ungeschlagenen Spielen sensationell in die Kreisklasse auf. Die Emotionen kochen hoch, ausgelassen wird auf dem Spielfeld gefeiert. Keinem sind mehr die Strapazen und Schmerzen anzumerken, pure Freudenszenen spielen sich ab. In der Kabine gibt es dann kein Halten mehr, die Party steigt bereits in Ebersberg. Nachdem dort kein Bier mehr aufzutreiben war, begab man sich in heimische Gefilde in die Vereinswirtschaft. Was dann folgt nennt man wohl ausgelassenes Feiern, unglaubliche Szenen spielen sich ab, die wohl besser hinter verschlossenen Türen bleiben sollten. Noch freudiger als die Spieler wirkte in diesem Moment nur der Wirt…

Kapitel V: Die Nachwehen

Samstag, 3. Juni, 12 Uhr:

Langsam erwachen die wackeren Männer des SVZ. Bei Whatsapp strudeln die ersten Nachrichten ein. Ein erstes Fazit: Unzählige Liter Bier und Schnaps wurden vernichtet, zwei Frisuren neu gestaltet, ein Pokal an der Esso ergattert, Taxis als Stützwand verwendet, Teile des Abends vergessen..

Noch heute munkelt man, einer der Spieler sei in Salzburg aufgewacht, um den Spruch „Zamdorf International“ auszuleben. Legenden wurden geboren, ein Abend den so schnell niemand mehr vergessen wird und erst der Anfang der zamdorfer Festtage!

To be continued…