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FC Unterbiberg - SV Zamdorf II 2:2 (1:0)   Sonntag musste die 2. Mannschaft des SVZ zu ungewohnter Uhrzeit um 17 Uhr bei Unterbiberg antreten. Nachdem man das letzte Spiel unnötig verloren hatte, war man auf Wiedergutmachung aus. Die Vorzeichen standen gut, keine Wiesn-bedingte Ausfälle, ein gemeinsames Weißwurstfrühstück, gutes Wetter und Spiel auf dem Hauptplatz in Unterbiberg.

Jedoch verschläft die Mannschaft die 1. Halbzeit komplett und wirkt lethargisch. Man geht überhaupt nicht in die Zweikämpfe und Bälle werden unnötig schnell verloren. Unverständlicherweise wirkt die junge Mannschaft völlig verunsichert. Nichtsdestotrotz lässt die Reserve trotz sehr wenig Ballbesitz kaum Torchancen des Gegners zu, der häufig versucht mit langen Bällen hinter die Viererkette zu Chancen zu kommen. In der 42. Minute dann allerdings ein kompletter Aussetzer der zamdorfer Hintermannschaft. Ohne Bedrängnis wird der Ball dem gegnerischen Stürmer in die Füße gespielt, der sich bedankt und zur 1:0 Halbzeitführung für das Heimteam einschiebt.

In der Halbzeitpause weiß die Mannschaft selber, dass sie schon bessere Spiele abgeliefert hat. Man besinnt sich darauf, selbstbewusster aufzutreten und den Gegner früher unter Druck zu setzen. Dies zeigt sofort Wirkung, die Mannschaft wirkt auf einmal wie aufgedreht. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff sorgt Sigmund mit einem schönen Fernschuss für den Ausgleich. Nun erspielen sich die Zamdorfer zahlreiche Chancen, welche Stübinger nach einer Flanke von Ensinger zur Führung verwandelt. Unterbiberg erhöht nun den Druck, ohne jedoch wirkliche Chancen zu kreieren. In dieser Spielphase muss sich die Talentschmiede den Vorwurf gefallen lassen, die sich bietenden Räume nicht zu nutzen und Kontersituationen schlampig auszuspielen. In der 79. Minute sorgt der Schiedsrichter, der in der Schlussphase völlig die Linie verliert, mit einem sehr fragwürdigen Elfmeter für entsetzen bei den Zamdorfern. Nach diesem verwandelten Elfmeter entsteht ein wildes Spiel, in dem Woltz kurz vor Schluss mit einem Kopfball fast noch für den Sieg gesorgt hätte.

Stimmen zum Spiel:

Coach Maximilian Krüger: „In der ersten Halbzeit sind wir gegen einen sehr offensiv ausgerichteten Gegner von Beginn an kompakt und sicher gestanden. Durch einfache und unnötige Ballverluste haben wir jedoch nie wirklich Gefahr in unsere Offensivaktionen gebracht. Nach der Halbzeit haben wir dann zielstrebiger nach vorne agiert und sind verdient in Führung gegangen. Aber leider hat man auch heute die Unerfahrenheit der jungen Mannschaft gemerkt, gegen einen dezimierten Gegner müssen wir uns einfach cleverer verhalten. Wir wollten zu sehr auf das dritte Tor gehen und haben somit unsere defensive Grundordnung verloren. Das rächt sich halt in dieser Liga schnell.“

Torschütze Peter Sigmund: „Wir standen heute zu Beginn des Spiels völlig neben uns und kamen unerklärlicherweise überhaupt nicht ins Spiel. Leider schenken wir dem Gegner, dem selbst nicht viel einfiel, oft den Ball und dann auch noch das Gegentor. Respekt dann aber vor der Reaktion der Mannschaft in der zweiten Hälfte. Schade, dass das Spiel am Ende völlig aus dem Ruder lief und wir noch den Ausgleich kassieren. Da dürfen wir die Schuld nicht nur beim Schiedsrichter suchen, wir müssen einfach unsere Chancen nutzen und die Konter konzentrierter ausspielen. In den nächsten Spielen müssen wir wieder viel selbstbewusster auftreten und mit mehr Willen gerade im Offensivspiel agieren. Dann werden wir auch wieder Siege einfahren.“