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Zum Saisonauftakt empfing die Zweitvertretung des SV Zamdorf den DJK München 54. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit verliert die junge zamdorfer Mannschaft komplett den Faden und verliert verdient gegen clevere und abgezockte Gegner.

Das Spiel begann aufgrund der hohen Zahl an verletzten Spielern und Abwesenheiten durch die Urlaubszeit mit einer erneut neu zusammen gestellten Mannschaft des SVZ. Dies merkte man zu Beginn deutlich, sodass der DJK bereits nach fünf Minuten in Führung gehen konnte. Nachdem die zamdorfer Hintermannschaft den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekommt, trifft der sehr auffällige und technisch herausragende Sechser Dennis Appiiah zum 0:1.

Diese anfängliche Nervosität und Fehlen von Automatismen dauerte circa 15 Minuten, bis Zamdorf besser in die Pressing-Situationen kam und öfter den Ball erobern konnte. Nach 18 Minuten konnte dann Serdar Güler eine Unaufmerksamkeit zwischen den gegnerischen Torwart und Verteidiger zum Ausgleich verwerten. Spätestens jetzt war die zamdorfer Truppe voll im Spiel und agierte auf Augenhöhe. Leider musste in der 26. Minute der bereits vor dem Spiel angeschlagene Phillip Tuttlies ausgewechselt werden. Die Partie verlief bis zur 43. Minute mit Chancen auf beiden Seiten, bis der Torwart des DJK München den Ball außerhalb des Strafraums nur noch mit der Hand klären konnte und des Platzes verwiesen wurde. Zamdorf wähnte sich nun auf der Siegerstraße, sollte sich aber täuschen…

In der Halbzeit wurde noch angesprochen, jetzt trotz Überzahl ruhig zu bleiben und den Ball laufen zu lassen. Nichts davon wurde jedoch umgesetzt. Teilweise wirkte es als würde eine Schülermannschaft gegen eine Herrenmannschaft antreten. DJK München lies den Ball trotz Unterzahl gut in den eigenen Reihen laufen und schaffte es über die technisch sehr starken Sechser stets, die Zamdorfer hinterher laufen zu lassen.

In der 60. Minute sollte das unorganisierte Spiel der Zamdorfer dann bestraft werden, als sich Sigmund und „Knall“ bei einem langen Ball auf Lehmann verlassen, der sich aber verschätzt und der Stürmer den Ball über den zamdorfer Hintermann lupfen konnte. Nur zehn Minuten später der nächste Genickschlag für Zamdorf. Nach einem Konter springt Lehmann der Ball im Sechzehner an die Hand und es gibt einen berichtigten Elfmeter für DJK. Dieser wird souverän verwandelt und Zamdorf schafft es danach trotz Überzahl nicht in den gefährlichen Raum zu kommen, noch eine wirkliche Torchance heraus zu arbeiten. Oft werden die Bälle leichtsinnig dem Gegner geschenkt und es wird nur noch vertikal nach vorne gespielt, anstatt den Gegner in Unterzahl laufen zu lassen.

Mit so einer hirnlosen Leistung wie in der zweiten Halbzeit wird es eine schwere Saison für die Talentschmiede. Gegen eine technisch versierte und taktisch clevere Mannschaft wie DJK München hat man so keine Chance. Nichtsdestotrotz waren durchaus gute Ansätze zu sehen in Halbzeit eins, jedoch merkt man gerade bei den Gegentoren und in der Offensive, dass sich die Mannschaft noch finden muss und überhaupt nicht eingespielt ist. Dies führt immer wieder zu leichten Ballverlusten, schlechter Abstimmung und unnötigen Laufwegen, die nach dieser Vorbereitung doppelt und dreifach wehtun, weshalb man auch in der letzten Phase des Spiels keinen Gang mehr hochschalten konnte.
So gewinnt die reifere Mannschaft des DJK München mit einem sehr überzeugenden Auftritt letztlich völlig verdient. Wenn die Mannschat nun noch ihre Nerven in den Griff bekommt, kann sie spielerisch sicher oben mitspielen in der Liga.

Coach Max Krüger zum dem Spiel:
„Gegen einen sehr starken Gegner waren wir einfach nicht clever genug. Leider haben wir in Überzahl einen Gang runter geschalten und wurden dafür bitter bestraft. Trotzdem muss ich sagen, dass es eine massive Steigerung gegenüber unseren Vorbereitungsspielen war und das nehme ich als positiven Aspekt in die kommende Trainingswoche mit.“