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Der Punktspielstart kam für die junge zamdorfer Mannschaft einfach zu früh… Gegen eine abgezockte 1. Mannschaft des FC Ludwigsvorstadt verliert die „Zwoate“ auch das zweite Spiel der Saison. Das ansehnliche Niveau der ersten Halbzeit konnte erneut nicht in die zweite Hälfte mitgenommen werden, sodass man am Ende deutlich und verdient mit 0:4 verliert.

Auf der leider in die Jahre gekommenen Anlage des FC Ludwigsvorstadt mitsamt grausamen Kunstrasen begann von Anfang an ein munteres Spiel, in dem sich die junge zamdorfer Mannschaft zunächst auf die Defensive konzentrierte. Dies gelang der Mannschaft sehr gut, bis auf kleinere individuelle Fehler und einer klasse Parade von Torhüter Von Wins (der einen strammen Schuss an den Kopf bekam) kam trotz der guten Offensive von Ludwigsvorstadt keine wirkliche Torgefahr auf. Als sich alle mit einem Unentschieden abfanden, kam der Ball nach einer Flanke und unzureichenden Klärung der zamdorfer Hintermannschaft zu Sebastian Pechak, der den Ball aus spitzen Winkel per Dropkick der Marke Traumtor in den Winkel setzte. So musste Zamdorf doch noch mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen. Aufgrund des Spielverlaufs ging man aber dennoch optimistisch in die zweite Hälfte.

Der Abschluss, den Torhüter Knall an den Kopf bekam zeigte nun leider Wirkung, sodass dieser ausgetauscht werden musste und Ludwig Pongratz ins Tor zwang (der hier eine starke Leistung zeigte!). Nach nur vier Minuten dann der Genickschlag. Aus 25 Metern zieht Kutschera erneut per Dropkick ab und der Ball schlägt unhaltbar in den linken Winkel ein. Wer heute eine Kamera dabei gehabt hätte, hätte zum Leidwesen der Zamdorfer zwei absolute Traumtore filmen können. In der Folge gelingt es Zamdorf dann nicht mehr einen geordneten Spielaufbau herzustellen und das Spiel wird immer fehlerreicher und nervöser. Einfache Ballverluste führen dann zu schnellen Ballgewinnend der Gegner, die nun Chance um Chance kreieren. Zwei davon werden dann zum letztlichen Endstand von 0:4 genutzt.

Man merkt der Mannschaft einfach noch an, dass viele Leute verletzt sind, verletzt waren oder erst aus dem Urlaub zurückkommen. Die Abwesenheit in der Vorbereitung macht sich nun deutlich bemerkbar, sodass das Spiel völlig uneingespielt wirkt. Deutlich wird das vor Allem im Offensivspiel der Zamdorfer, die sich nach dem Rückstand und im Endeffekt über die kompletten 90 Minuten keine nennenswerte Torchance erarbeiten konnten. Dies sollte im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt verbessert werden, sonst wird es eine deprimierende Saison.

Nichtsdestotrotz stimmte zumindest lange Zeit die Einstellung der Talentschmiede. Spieler kehren langsam zurück, es wird offen über Probleme gesprochen und trotz der schlechten Ergebnisse ist die Stimmung in der Mannschaft noch den Umständen entsprechend gut. Wenn man sich nun den Kritikpunkten stellt, an den Schwächen arbeitet und endlich im Training einspielen kann, wird man in dieser Liga mithalten können und am Ende den Kampf gegen den Nichtabstieg offen gestalten können. Die Mannschaft hat auf jeden Fall Potenzial und Charakter, nur leider fehlte die Zeit und in Sachen Verletzungen auch Fortune, um zum Saisonstart das nötige Niveau zu erreichen. Denn am Ende reicht nicht nur Talent in dieser Liga, man muss auch kämpfen, den inneren Schweinehund in den Einheiten überwinden und bereit sein, sich sonntags 90 Minuten voll auf Fußball zu konzentrieren. Dies sollte langsam in den Köpfen der Spieler (auch der Führungsspieler!) angekommen sein…

Coach Krüger, sichtlich angefressen zum Spiel:
„Das Spiel war auf einem sehr überschaubarem Niveau, mehr möchte ich dazu heute nicht sagen. Ich werde mich mit meinem Trainerteam zusammensetzen und das weiter Vorgehen besprechen.“