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Zamdorf II verliert erneut - Und täglich grüßt das Murmeltier, ein Satz der gerade perfekt zur Situation der zweiten Mannschaft des SV Zamdorf passt. Denn wenn der Kopf nicht will und das Selbstvertrauen schwindet, spielen irgendwann auch die Füße nicht mehr mit.

Mit dem Ziel gegen eine technisch starke Mannschaft des FC Bosna defensiv und tief zu stehen, um durch gewonnene Zweikämpfe in das Spiel zu finden ging man bei heißen Temperaturen in das Spiel. Doch erneut versagt bei Zamdorf der Kopf, wobei Stellungsspiel und Spielverständnis teilweise völlig abhandenkommen. Die Lücken zwischen Defensive und Offensive sind im Umschaltverhalten viel zu groß, sodass man keinen zweiten Ball gewinnt und der Gegner im Mittelfeld schalten und walten kann wie er möchte. Zudem vertraut man einfach nicht mehr auf die eigenen Stärken. Jeder der Zamdorfer kann Fußball spielen, am Spieltag wirkt es jedoch so, als ob Spieler eins bis Spieler elf zu sehr mit sich selbst und den Mitspielern beschäftigt ist, sodass einfachste Dinge nicht mehr funktionieren. Hinzu kommt an diesem Sonntag, dass das sehr starke Innenverteidiger-Duo Hagl und Holzer zuerst durch einen Standard überwunden wird und dann das zweite Tor nach einem ungefährlichen Freistoß aus 30 Metern abfälscht und somit dem Stürmer auf dem Silbertablett serviert. Damit muss man erneut einem Rückstand hinterherlaufen, wobei vor allem das Tore schießen diese Saison das große Problem ist.

Und kaum hat man in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu verlieren, spielt man Fußball. Zamdorf kommt nun mit einer System Anpassung immer besser ins Spiel und lässt den Ball ruhiger und überlegter durch die eigenen Reihen laufen. Nur ganz vorne fehlt wie die gesamte Saison die Erfahrung und der letzte „Tick“, um wirkliche Torgefahr zu erzeugen. Dabei kann man den beiden jungen Stürmern keinen großen Vorwurf machen, die alles geben, aber denen oft einfach die Abgezockheit und Erfahrung fehlt. Dazu kommt, dass aus dem Mittelfeld und der Defensive zu wenig verwertbare Anspiele kommen. Nichtsdestotrotz müssen sich auch die jungen Spieler, die allesamt hervorragende Fußballer sind, viel mehr zutrauen. Und da wären wir wieder beim Kopf…

Mehr Wille, mehr Selbstvertrauen, mehr zutrauen in die eigenen Stärken, mehr „Geilheit“ auf das Tor mehr Biss in den Zweikämpfen und vor allem wieder als eingeschworenen Einheit auftreten (die große Stärke der letzten Jahre!). Nur so kann das vorhandene Potenzial abgerufen werden, das Selbstvertrauen steigen und wieder Erfolge erzielt werden.

Trainer Krüger zum Spiel: „Zurzeit ist einfach der Wurm drin. Wir haben viel zu große Angst selber einen Fehler zu machen, daher gibt es zu wenig Anspielstationen und kaum Bewegung im Spiel mit dem Ball. Dadurch müssen wir meisten unkontrollierte Bälle spielen und laden den Gegner zu Chancen ein. Kommende Woche müssen wir einfach das Selbstvertrauen und den Teamgeist fördern, damit wir gegen Haidhausen wieder als eine Einheit auftreten!“