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Nach der Niederlage und dem indiskutablen Auftreten der zweiten Mannschaft gegen Hertha München hatte die „Zwoate“ einiges wieder gut zu machen gegen den favorisierten MSV München um den führenden der Torschützenliste Thomas Eggerl.

Und der Stachel schien tief zu sitzen, bereits beim Aufwärmen merkte man der Mannschaft an, dass sie gewillt war heute ihr wahres Gesicht zu zeigen. Zu Beginn des Spiels merkte man jedoch die Verunsicherung an einigen Stellen und Phasen noch deutlich. Gerade den erfahrenen Spielern Sigmund und Hagl passierten zu Beginn des Spiels Stockfehler und auch im Mittelfeld war das Spiel oft unsauber und hektisch. Nachdem man diese Phase aber ohne Folgen überwand, fand Zamdorf immer besser ins Spiel. So hatten Lange und Oskui riesen Chancen Zamdorf in Führung zu bringen, scheiterten aber freistehend am gegnerischen Keeper und den eigenen Nerven. In der Folge bekam Zamdorf dann jedoch einen Elfmeter zugesprochen, den in dieser Liga ehrlicherweise wohl nicht jeder Schiedsrichter pfeifen würde, wobei sich die insgesamt eher dürftige Schiedsrichterleistung am Ende wieder ausglich (nicht gegebener Elfmeter an Maid, sehr milde gelbe Karte an einen Spieler des MSV, der sich überhaupt nicht mehr beruhigen wollte…). Tuttlies verwandelte den Elfmeter gewohnt souverän zur verdienten Halbzeitführung, wobei Kepper „Knall“ den SV Zamdorf durch eine tolle Parade im 1 gegen 1 ein Gegentor verhinderte.

Zur zweiten Hälfte war klar, dass der MSV nun auf den Ausgleich drängen würde und sich dadurch Räume zum Kontern ergeben würden. Bereits kurz nach Wiederanpfiff hatten hierbei Tuttlies und Oskui die große Chance auf das 2:0, nachdem sie nach einem Freistoß völlig frei vor dem Tor vergaben. So blieb der MSV im Spiel und zeigte, warum die Mannschaft oben in der Tabelle steht. Abgezockt nutzte man eine unzureichend geklärte Ecke mit einem Schuss aus dem Rückraum zum 1:1 (67.) und kurz danach spielte man einen verunglückten Abschlag zum Führungstreffer aus (71.). Doch Zamdorf bewies Moral und drängte nun auf den Ausgleich. Aber passend zur Tabellensituation fehlte oft der letzte Pass, der gezielte Abschluss und leider auch wie des Öfteren, wenn man im Tabellenkeller steht das Spielglück. So verliert man am Ende das Spiel und steht mit leeren Händen da, obwohl man ein sehr gutes Spiel ablieferte.

Zamdorf zeigt erneut, dass sie fähig sind mit den Topteams der Liga mitzuhalten. Allerdings sind die Leistungen der Hinrunde absolut inkonstant und reichen von in der gesamten Mannschaft von Genie bis Wahnsinn. Die Unerfahrenheit zeigt sich vor allem im Abschluss. Mit 8 (!) Saisontoren stellt man die mit Abstand schwächste Offensive der Liga, wobei die jungen Kräfte immer besser in Tritt kommen und sich die Chancen erarbeiten, oft aber zu unruhig und hektisch vor dem Tor agieren. Nun steht noch das Spiel gegen den Tabellenführer, welches man ohne Druck angehen kann. Nach diesem Spiel kann und muss ein Résumé der Hinrunde gezogen werden. Festzuhalten ist jedoch bereits vor dem letzten Spieltag, dass sich die jungen, neuen Spieler immer besser zurecht finden in der Liga und die Integration in der Mannschaft voranschreitet. Mit etwas mehr Abgezocktheit und Cleverness hätte man einige Punkte mehr auf dem Konto haben können/müssen. Auch die zahlreichen Verletzten kehren hoffentlich nach der Rückrunde zurück, sodass man sich im Trainingslager in Italien neu einspielen kann und an Details arbeiten kann, um gerüstet zu sein für die Rückrunde!